Am Wochenende drohen weitere Schneefälle

Starker Schneefall hat den Süden Deutschlands in eine Winterlandschaft verwandelt. Bei Lawinenabgängen sind auch bereits mehrere Deutsche ums Leben gekommen. Am Wochenende drohen weitere Schneefälle. (Quelle: t-online.de)

Schnee-Chaos im Süden: Am Wochenende drohen weitere Schneefälle. (Quelle: t-online.de)


Im Süden Bayerns und Teilen Österreichs gibt es heftige Schneefälle. Wir informieren Sie in unserem News-Blog laufend über die aktuelle Entwicklung.

Foto-Serie mit 8 Bildern

15:11 Uhr: 2.000 Menschen eingeschlossen

In der Steiermark in Österreich sind rund 2.000 Menschen durch eine dichte Schneedecke von der Außenwelt abgeschnitten. Unter den Betroffenen sind auch viele Urlauber, berichtet orf.at. Aufgrund des schlechten Wetters waren Hubschrauber-Versorgungsflüge zu den Eingeschlossenen am Sonntag nur eingeschränkt möglich. Manfred Posch von der Landeswarnzentrale Steiermark sagte laut „orf.at“, man sei „zuversichtlich, dass da am Montag ein bisschen was weitergeht“.

15:00 Uhr: Das bedeuten die Warnstufen

Lawinen bergen im Winter in Hochlagen immer wieder große Gefahren. Die Warnstufen definieren, wie riskant der Aufenthalt in einem beschneiten Gebiet wirklich ist.

Lawinengefahr (Quelle: dpa)

13:35 Uhr: Österreichischer Skiort wird evakuiert

Wegen der hohen Lawinengefahr wird der Skiort Hochkar in Niederösterreich komplett evakuiert. Rund 100 Menschen werden in einem Konvoi gesichert aus dem Ort in den Göstlinger Alpen ins Tal gebracht. Das berichtet unter anderem der „Kurier“. Die acht Kilometer lange Alpenstraße war schon in den vergangenen Tagen gesperrt gewesen. Dort hätte der Schnee zum Teil fünf oder sechs Meter hoch gestanden, berichtet der Göstlinger Bürgermeister Friedrich Fahrnberger dem Blatt. 

So sieht es am Mittag in Hochkar aus: Der Skiort wurde komplett geräumt – wegen Lawinengefahr. (Quelle: Screenshot/www.hochkar.com)

Für die Evakuierung um 14 Uhr soll nun eine Schneise in den Schnee gefräst werden. Vier Radlader seien dazu derzeit im Einsatz. Gemeindemitarbeiter Reinhard Blamauer sagte NÖN.at: „Das Problem ist nicht die Gesamtschneehöhe, sondern, dass innerhalb so kurzer Zeit mehr als ein Meter Schnee dazugekommen ist. Teilweise waren daher schon natürliche Lawinen abgegangen.“

13:30 Uhr: Landkreis ruft Katastrophenfall aus

Zu viel Schnee: Der Landkreis Miesbach nahe München hat am Vormittag den Katastrophenfall ausgerufen. Das berichtet die Münchner Zeitung „tz“ unter Berufung auf eine Sprecherin. Bis einschließlich Freitag bleiben demnach alle staatlichen Schulen geschlossen. Der schwere Schnee lasse immer mehr Bäume umstürzen, hieß es zur Begründung. Auch könnten die Schneemassen nicht mehr flächendeckend geräumt werden.

13:00 Uhr: Kurze Atempause – dann geht es weiter

Nach heftigen Schneefällen im Süden Bayerns erwarten Meteorologen am Montag eine kurze Atempause mit weniger Schnee. Die Lawinengefahr ist in den Allgäuer, den Ammergauer und den Werdenfelser Alpen von der zweithöchsten Stufe 4 auf 3 gesunken. Auch die Unwetterwarnung wurde erst einmal aufgehoben. Doch spätestens am Mittwoch geht es mit viel Schnee weiter. Wo es am schlimmsten wird, . Die nächste Unwetterwarnung droht.

12:30 Uhr: Schneemann mit Messer – Polizei ermittelt

Aufregung im verschneiten bayerischen Thiersheim: Ein Unbekannter hat dort einem 24 Jahre alten Anwohner einen Schneemann in den Garten gebaut, der ein Messer in seiner Schneehand hält. Der Mann fühlte sich durch die Tat in der Nacht zum Samstag bedroht und erstattete Anzeige. Ein dummer Streich oder eine Drohung? Der Mann äußerte laut Polizei einen Verdacht. Die Beamten ermitteln wegen Bedrohung und Hausfriedensbruch. 

12:00 Uhr: „Ostern“ in den Alpen

In den sozialen Medien teilen Nutzer derzeit auch ihr Leid mit dem Schnee. So wie hier das Foto eines Skilehrers vom „Ostereier-Suchen“ im österreichischen Wintersportort Obertauern: 

In Obertauern ist schon Ostern. Hier werden nämlich gerade Autos gesucht. #Schneefall #Lawinengefahr #obertauern pic.twitter.com/aq0TuTU2Vh

— laura pizzeroni 🐍🍕 (@stromberger1) January 6, 2019

Dieser Nutzer hat in Tirol seine Terrasse eingebüßt:

Da war mal ne Terrasse … 😂😍 #Wetter #Schnee #Schneefall #Österreich #Tirol #Hintertux pic.twitter.com/6wMdtDB1li

— DerSommerhasser (@DSommerhasser) January 7, 2019

11:00 Uhr: Noch mehr Schnee an den Alpen – Schule fällt teils aus

Der heftige Wintereinbruch in Südbayern nimmt vorerst kein Ende. Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) ist am Montag in den Alpen und im Alpenvorland weiter mit ergiebigen Schneefällen zu rechnen. Bis zum Mittag sollen dort zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee fallen, in sogenannten Staulagen am östlichen Alpenrand bis zu 40 Zentimeter.

Die Meteorologen gaben Unwetterwarnungen heraus und verwiesen unter anderem auf die Gefahr durch Schneebruch. Nach Angaben des Wetterdiensts fielen in den Alpen zuletzt bis zu 60 Zentimeter Schnee, es kam zu teilweise massiven Problemen im Bahn- und Flugverkehr und auf den Straßen. Ab Montagnachmittag sollen die Schneefälle aber vorübergehend nachlassen.

Aufgrund der Wetterlage fiel am Montag in mehreren bayerischen Schulen der Unterricht aus. Betroffen waren unter anderem die Landkreise Ostallgäu, Bad Tölz-Wolfratshausen sowie Traunstein.

10:45 Uhr: Skiwanderer in Bayern von Ast erschlagen

In Bayern hat es nach dem heftigen Wintereinbruch einen tödlichen Skiunfall gegeben. Ein 45-jähriger Skiwanderer wurde auf dem Blomberg bei Bad Tölz in Südbayern von einem herabfallenden Ast erschlagen, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Ast brach unter der schweren Schneelast vom Baum ab, der Skitourengänger erlitt bei dem Unglück am Sonntagnachmittag einen Genickbruch und war sofort tot.

Schon am Samstag war eine junge Frau bei einer Skitour auf dem Teisenberg in Oberbayern von einer Lawine erfasst und getötet worden. Ihre fünf Begleiter blieben unversehrt und setzten einen Notruf ab. Die alarmierten Rettungskräfte konnten die Frau nach Polizeiangaben zwar schnell finden, ihre Wiederbelebungsversuche blieben aber erfolglos.

10:30 Uhr: Behörden warnen vor Lawinen im Alpenraum

Im gesamten Alpenraum herrscht erhöhte Lawinengefahr. Nach Angaben des bayerischen Lawinenwarndiensts ist die Lage in den Bayerischen Voralpen, den Chiemgauer Alpen und den Berchtesgadener Alpen aktuell besonders gefährlich.  

Auch die Lawinensituation in Österreich bleibt sehr angespannt. Großflächig herrscht die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier – wie auch im deutschen Teil der Alpen. In den Bergen Tirols liegen verbreitet eineinhalb bis drei Meter Schnee, vereinzelt sogar rund vier Meter.
 

 
10:00 Uhr: Skifahrer stirbt bei Sturz im Tiefschnee

Ein Skifahrer ist in Österreich bei einem Sturz im Tiefschnee tödlich verunglückt. Der 35-Jährige aus Slowenien war am Sonntag abseits der Pisten im Skigebiet von Zauchensee im Pongau gestürzt. Er versank in mehr als einem Meter Tiefschnee. Trotz baldiger Bergung seien die stundenlangen Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg geblieben, sagte ein Bergretter am Montag der österreichischen Nachrichtenagentur APA. 

Montag, 7. Januar, 8:45 Uhr: Zwei Deutsche sterben bei Lawinen in Österreich 

Zwei deutsche Skifahrer sind in den österreichischen Bergen bei Lawinenabgängen ums Leben gekommen. Beide starben am Sonntag in Vorarlberg, teilte die Polizei mit.

Dort herrschte wie in weiten Teilen der österreichischen Alpen nach heftigen Schneefällen große Lawinengefahr. Trotzdem wagte sich in Schoppernau ein 26-Jähriger aus dem bayerischen Landkreis Dachau in den Tiefschnee abseits der gesicherten Pisten und wurde von einem Schneebrett verschüttet. Seine 25 Jahre alte Begleiterin konnte den Mann sofort lokalisieren, weil seine Beine aus dem Schnee ragten. Mit Hilfe von Bergrettern grub sie ihn aus. Er konnte jedoch nicht mehr wiederbelebt werden. Der Skifahrer starb, obwohl er mit einem Lawinen-Airbag ausgestattet war, der Wintersportler im Notfall davor bewahren sollte, unter den Schnee gezogen zu werden.

Bei einem zweiten Lawinenunglück starb ein 32-Jähriger aus der Nähe von Heilbronn. Er war am Nachmittag mit einer 25-jährigen Skifahrerin im Gebiet von Damüls unterwegs, als er bis zum Hals verschüttet wurde. Die zwei Wintersportler trugen ebenfalls Lawinen-Notfallausrüstung. Doch bevor der Mann gerettet werden konnte, gingen weitere Schneemassen über ihn nieder und begruben in vollständig. Auch in diesem Fall gelang es den Rettungskräften nicht mehr, den Mann zu reanimieren.

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