Polizeibeamte im Einsatz: In Mainz ist ein syrischer Terrorverdächtiger festgenommen worden. (Quelle: Archivbild/imago)

In Mainz ist ein Syrer wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen worden. Zuvor klickten in Rotterdam viermal die Handschellen. Offenbar planten die Männer einen Anschlag in den Niederlanden.

Die Polizei in Mainz hat am Samstag einen 26 Jahre alten Syrer wegen des Verdachts auf Anschlagspläne in den Niederlanden festgenommen. Der Festgenommene stehe im dringenden Verdacht, sich an Vorbereitungen zur Begehung eines terroristischen Anschlags in den Niederlanden beteiligt zu haben, teilte das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt (LKA) mit. Der Festnahme liege ein Auslieferungsersuchen der niederländischen Justiz zugrunde.

Der festgenommene Syrer verfüge über keinen Wohnsitz in Deutschland und sei hierzulande nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er solle am Sonntag dem Haftrichter in Mainz vorgeführt werden. Über die Zulässigkeit der Auslieferung an die Niederlande habe das Oberlandesgericht Koblenz zu entscheiden, über die Bewilligung der Generalstaatsanwalt in Koblenz.

Vier Festnahmen in Rotterdam

Die Wohnung, in der der Mann am Nachmittag angetroffen wurde, wurde den Angaben zufolge durchsucht. Weitere Einzelheiten wollte das LKA mit Verweis auf die zuständige Polizei in Rotterdam nicht mitteilen.

Die niederländische Polizei hatte zuvor die Festnahme von vier Terrorverdächtigen gemeldet. Spezialkräfte und Polizisten fassten die Männer demnach am Samstag in Rotterdam und durchsuchten mehrere Wohnungen in der Hafenstadt. Die Männer stehen ebenfalls im Verdacht, an der „Vorbereitung einer terroristischen Straftat“ beteiligt gewesen zu sein.

Nach Angaben des LKA Mainz dauern die Ermittlungen an. Die deutschen und holländischen Polizeibehörden stünden in engem Kontakt.

Anschlag in Niederlanden vereitelt

Erst im September hatte die niederländische Polizei nach eigenen Angaben einen großen Anschlag vereitelt. In den Städten Arnheim und Weert wurden sieben Verdächtige festgenommen, die einen Anschlag auf eine Großveranstaltung geplant haben sollen. In den Wohnungen der Verdächtigen fanden die Ermittler große Mengen an Materialien zur Herstellung von Bomben, darunter hundert Kilogramm Dünger.
 

  • Straßburg:
  • „ISIS 2.0“:

 
Ende August war ein 19-jähriger Afghane mit Wohnsitz in Deutschland am Amsterdamer Bahnhof mit einem Messer auf Passanten losgegangen. Zwei US-Bürger wurden dabei schwer verletzt. Die Ermittler gehen von einem „terroristischen“ Motiv aus.

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