Spitzenmanager sollten ihre Wortwahl besonders bedenken.

Volkswagen-Chef Herbert Diess hat sich für seinen vor Führungskräften geäußerten Ausspruch „Ebit macht frei“ entschuldigt. Er bedaure die „sehr unglückliche Wortwahl“, erklärte Diess am Mittwoch auf Anfrage des „Manager Magazins“.

„Falls ich damit unbeabsichtigt Gefühle verletzt haben sollte, tut mir das außerordentlich leid. Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen.“

Diess hatte die Äußerung „Ebit macht frei“ in einer internen Besprechung geäußert.

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Ebit ist die englische Abkürzung für den Gewinn vor Zinsen und Steuern. Den Spruch „Arbeit macht frei“ verwendeten die Nationalsozialisten als Toraufschrift an Konzentrationslagern.

Die Äußerung „Ebit macht frei“ sei im Zusammenhang mit der operativen Rendite von verschiedenen Konzernmarken gefallen, erklärte Diess weiter. Marken mit einer hohen Rendite verfügten über eine höhere Entscheidungsfreiheit im Konzern.

Der VW-Chef erklärte, es sei „in keiner Weise“ seine Absicht gewesen, diese Aussage in einen falschen Zusammenhang zu setzen. Er habe nicht daran gedacht, dass diese Möglichkeit besteht.

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