Suchen Sie aktuell eine Wohnung in einer Großstadt oder einem Ballungsgebiet? Dann sind Sie mit den Problemen bestens vertraut …

In Großstädten ab 100 000 Einwohnern gab jeder Zweite (48 Prozent) an, Schwierigkeiten zu haben, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Das hat eine Umfrage des ARD-„DeutschlandTrends“ im Auftrag der ARD-„Tagesthemen“ ergeben.

Auch wenn nur ein Teil der Bevölkerung persönlich von der schwierigen Situation auf dem Wohnungsmarkt betroffen ist, kennen viele das Problem aus ihrem persönlichen Umfeld.

Drei Viertel der Bürger (77 Prozent) gaben an, immer wieder mitzubekommen, wie schwer es ist, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Mehr als die Hälfte der Deutschen (59 Prozent) nimmt nach eigenen Angaben starke Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt wahr. 41 Prozent stimmten der Aussage zu: „Meine Ausgaben für Wohnraum belasten mich deutlich stärker als vor fünf Jahren.“

Die weiteren Ergebnisse:

• Bei denjenigen, die in den letzten fünf Jahren aktiv nach einer Wohnung gesucht haben, gaben 62 Prozent an, dass es für sie persönlich ein sehr großes oder großes Problem gewesen sei, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

• Betrachtet man Gesamt-Deutschland, ergibt sich folgendes Bild: Für 33 Prozent der Bundesbürger ist es ein sehr großes oder großes Problem, bezahlbaren Wohnraum zu finden. 37 Prozent haben damit ein kleines bzw. gar kein Problem. 28 Prozent gaben spontan an, dass sie keine neue Wohnung/kein neues Haus suchen.

Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht

Der Immobilienmarkt in Deutschland boomt, die Preise steigen weiter. Ein Ende der Immo-Krise: nicht in Sicht! Das geht aus einem mehr als 350 Seiten langen Gutachten des Rats der Immobilienweisen und des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) aus dem Februar hervor. Die Experten haben sich die Entwicklungen des vergangenen Jahres angeschaut.

Seit den ersten Berechnungen der Immobilienweisen im Jahr 2007 sind die Neuvertragsmieten bundesweit um 36,8 Prozent gestiegen.

  • Mieten weiter rauf – Kaufmarkt leergefegt

    Neue Schock-Studie zur Immo-Preis-Explosion

    Der Immo-Markt boomt und die Preise steigen weiter. Das geht aus einem Gutachten der Immobilienweisen hervor. BILD hat die Übersicht.

Aktuell ist die Nachfrage nach Wohnraum ungebrochen. Die Mietpreise werden deshalb weiter durch die Decke gehen, sind 2018 noch einmal deutlich stärker gestiegen als die Verbraucherpreise. In nur einem Jahr (von 2017 auf 2018) erhöhte sich die durchschnittliche Neuvertragsmiete bundesweit um 3,9 Prozent auf 7,06 Euro pro Quadratmeter.

Entwicklung der Mietpreise in deutschen Städten

Referenzobjekt: 3 Zimmer, 80 m², mittlere Ausstattungsqualität, mittlere Wohnlage, Baualter 30 Jahre

Besonders krass ist der Anstieg für Mieter in den sieben größten deutschen Städten: In Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf sind die Mieten weiter nach oben geschnellt. Dort zahlt man mehr als zehn Euro pro Quadratmeter!

*Für den ARD-„DeutschlandTrend“ wurden 1003 Menschen im Zeitraum 01.04.2019 bis 02.04.2019 befragt.

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