Nach einem letzten Training in Venlo reist das Fußball-Nationalteam nach Minsk. In Weißrussland soll der nächste erfolgreiche Schritt in der EM-Qualifikation gemacht werden – auch ohne den Bundestrainer.

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Venlo (dpa) – Die Anspannung wächst bei Marcus Sorg. Nach einer letzten Übungseinheit im Trainingslager im niederländischen Venlo fliegt der Aushilfs-Bundestrainer heute am frühen Nachmittag mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach Weißrussland.

In Minsk bezieht der DFB-Tross sein neues Quartier. In der Hauptstadt Weißrusslands erfolgen dann die letzten Vorbereitungen für das EM-Qualifikationsspiel am 8. Juni (20.45 Uhr/RTL) im etwas über 100 Kilometer entfernten Borissow.

Auf ein Abschlusstraining am Spielort verzichtet Sorg. Er selbst kennt sich aber vor Ort aus. «Ich hatte 2013 mein erstes Pflichtspiel für den DFB in Borissow mit der U19. Von daher kenne ich die Gegebenheiten», sagte der 53-Jährige, der Joachim Löw als Chef vertreten muss. Der Bundestrainer fehlt nach einem Sportunfall bei den beiden letzten Länderspielen der Saison.

Sorgs erklärtes Ziel sind zwei Siege gegen die Weißrussen und nach der Rückkehr am Dienstag in Mainz gegen Estland. «Wir wollen die Gruppe vorantreiben für uns. Dazu gehören die sechs Punkte.»

Löw fehlt erstmals in 15 DFB-Jahren bei einem Länderspiel. Diese spezielle Situation muss das junge, neuformierte Team nun annehmen. Man werde die Aufgabe «konzentriert und konsequent angehen», sagte Kapitän Manuel Neuer. Nach dem 3:2 in den Niederlanden zum Auftakt der EM-Ausscheidung soll der nächste Entwicklungsschritt gelingen.

«Klares Ziel ist, den positiven Trend aus dem März mit dem tollen Ergebnis gegen Holland fortzusetzen und die Entwicklung der Mannschaft voranzutreiben», sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

Die Spieler glauben an eine erfolgreiche Premiere mit Sorg als Chef. «Der Marcus bringt auch das nötige Fußball-Fachwissen mit», erklärte Julian Draxler, der in Weißrussland sein 50. Länderspiel bestreiten könnte: «Deswegen haben wir genauso Vertrauen in ihn, wie wir in Jogi haben. Wie er zur Mannschaft spricht und alles, das passt!»

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