Boris Johnson ist Favorit als May-Nachfolger

Boris Johnson – der britische Ex-Außenminister polarisiert in Großbritannien wie kaum ein anderer. Dennoch er gilt als Favorit für die Nachfolge von Premierministerin Theresa May. (Quelle: t-online.de)

Potenzieller Nachfolger von Theresa May: So tickt Großbritanniens Ex-Außenminister Boris Johnson. (Quelle: t-online.de)


Der Favorit für den Posten des nächsten britischen Premiers bleibt der ersten TV-Debatte fern. Seine Kontrahenten quittieren sein Fehlen mit eindeutigen Kommentaren.

Ohne den aussichtsreichen Kandidaten Boris Johnson sind die Bewerber um die Parteiführung der britischen Torys in einer ersten TV-Debatte gegeneinander angetreten. An der 90-minütigen Diskussionsrunde im Sender Channel 4 nahmen damit am Sonntagabend fünf der sechs Kandidaten auf die Nachfolge von Premierministerin Theresa May teil. Zentrales Thema war der Brexit.

Ex-Außenminister Johnson war in der ersten Wahlrunde vergangene Woche mit großem Abstand auf Platz eins gelandet. Der frühere Bürgermeister von London hat angekündigt, erst an einer TV-Debatte nach der zweiten Wahlrunde am kommenden Dienstag teilnehmen zu wollen. Johnson ist von seinen Konkurrenten vorgeworfen worden, nur wenige Interviews zu geben.

„Wo ist Boris Johnson“

„Wo ist Boris Johnson“, fragte Außenminister Jeremy Hunt am Anfang der Debatte. „Wenn sein Team es ihm nicht erlaubt, mit fünf recht freundlichen Kollegen zu diskutieren – wie wird es ihm dann mit 27 europäischen Ländern ergehen? Er sollte hier sein, um genau diese Frage zu beantworten.“

“We’ve been talking about Brexit for 25 minutes now and where is Boris?”

Conservative leadership candidate Jeremy Hut asks if Boris Johnson’s team “won’t allow him out to debate, how is he going to cope with 27 European countries?” #C4debate pic.twitter.com/GiWcIbj84l

— Channel 4 News (@Channel4News) June 16, 2019

„Ich weiß nicht einmal, woran er glaubt. Er redet nicht mit mir, er redet nicht mit Ihnen, er redet nicht mit der Öffentlichkeit. Wir wollen wissen, woran er glaubt.“, sagte ein anderer Kontrahent, Rory Stewart.

Premierministerin May war als Tory-Chefin zurückgetreten, nachdem sie in ihrer Partei seit Monaten keinen ausreichenden Rückhalt für ihren Brexit-Kurs erhalten hatte. Nach den britischen Gepflogenheiten wird der Vorsitzende der Regierungspartei automatisch auch Premierminister.

Neben Johnson bewerben sich Außenminister Jeremy Hunt, Umweltminister Michael Gove, der ehemalige Brexit-Minister Dominic Raab, Innenminister Sajid Javid und der Minister für internationale Entwicklung, Rory Stewart, um Mays Nachfolge.

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