Diese Abstimmung möchte keiner der Nominierten gewinnen …

Die Verbraucherzentrale Hamburg sucht die Mogelpackung des Jahres! Die Frage ist: Bei welchem Produkt wurde am dreistesten an der Preisschraube gedreht?

Der Trick bei den versteckten Preiserhöhungen: Weniger Inhalt fürs selbe (oder teilweise mehr) Geld. „Für Hersteller und Händler sind versteckte Preiserhöhungen eine Win-win-Situation“, sagt Verbraucherschützer Armin Valet zu BILD. „Die Händler profitieren bei gleichem Preis von einer höheren Marge, die Hersteller von geringeren Unkosten durch die Füllmengenreduzierung. Wer sich wie viel vom Kuchen sichert, bleibt im Dunkeln. Nur eins ist klar: Die Verbraucher zahlen auf jeden Fall die Zeche.“

Fast 2000 Beschwerden über Mogelpackungen sind im vergangenen Jahr bei den Hamburger Verbraucherschützern eingelaufen, fünf besonders freche Fälle werden jetzt zur Wahl gestellt. Die Abstimmung der Verbraucherzentrale läuft bis zum 20. Januar!

  • Supermarkt-Luftnummern!

    Röntgenbilder entlarven Mogelpackungen

    Verbraucherschützer haben die Füllmenge verschiedener Fertiglebensmittel und Drogerieartikel geröntgt. Ergebnis: Zu viel Luft drin!

Das sind die fünf Kandidaten – und die Begründung der Verbraucherzentrale im Wortlaut.

  • Chipsletten von Lorenz Snack-World: „Die Chipsletten sind bis zu 70 Prozent teurer, weil die Füllmenge bei gleichem Preis von 170 auf 100 Gramm schrumpfte. Die Verpackungsdose blieb trotz des geringeren Inhalts fast gleich groß.“
  • Smarties von Nestlé: „In der sogenannten Smarties Riesenrolle fehlen bereits zum zweiten Mal 20 Gramm Schokolinsen. Bei gleichem Preis haben sich die Smarties dadurch innerhalb von vier Jahren um über 30 Prozent verteuert.“
  • Mini Babybel von Bel: „Eine Käsekugel Babybel weniger packt der Hersteller Bel ins Netz. Die versteckte Preiserhöhung beträgt bis zu 20 Prozent.“
  • Truthahn-Salami Light von Dulano (Lidl): „Die Light-Variante der Truthahn-Salami enthält nicht weniger Fett als die ,normale‘ Truthahnsalami desselben Herstellers. Dafür ist der Aufschnitt um 33 Prozent teurer, denn es sind weniger Scheiben in der Packung.“
  • Obstwiese Rheinisches Apfelkraut von Grafschafter: „Der alte Apfelschmaus heißt nun Obstwiese. Der neue Fruchtaufstrich kostet zwar noch genauso viel, wird aber in einem kleineren Glas verkauft. Das macht das Produkt um 41 Prozent teurer als seinen Vorgänger, obwohl sich am Inhalt nichts geändert hat.“

    Am 21. Januar will die Verbraucherzentrale dann verraten, wer sich mit der zweifelhaften Ehre „Mogelpackung des Jahres“ schmücken darf …

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