Haben sich Immobilienkäufer zu früh gefreut?

Die Einführung des Bestellerprinzips beim Immobilienkauf soll Erwerber entlasten. Das ist der Plan von Bundesjustizministerin Katarina Barley (50, SPD). Die Überlegung: Zahlt der Verkäufer die Gebühr an den Makler (bis zu 7,14 Prozent inklusive Mehrwertsteuer auf den Kaufpreis), spart der Erwerber viel Geld und kann sogar seinen Eigenkapitalanteil erhöhen. So weit die Theorie.

Eine Auswertung von knapp 300 000 Immobilienangeboten durch den Immobiliendienstleister McMakler aber kommt zu dem Schluss: Immobilien von privat sind durchschnittlich 4,1 Prozent (Wohnungen 3,9 Prozent, Häuser 4,3 Prozent) teurer als Maklerangebote. Das entspreche in etwa der durchschnittlichen Maklerprovision.

Eine Beispielrechnung: Bei einer 150 Quadratmeter großen Eigentumswohnung beträgt der durchschnittliche Verkaufspreis eines Maklers 411 600 Euro (2744 Euro/Quadratmeter). Für die gleiche Wohnung aus privater Hand müsste ein Erwerber jedoch 427 500 Euro (2850 Euro/Quadratmeter) zahlen – satte 15 900 Euro mehr.

Besonders Eigentumswohnungen im unteren Preissegment fallen laut McMakler mit durchschnittlich 4,8 Prozent höheren Preisen auf. Der Unterschied im höherpreisigen Segment sei deutlich geringer.

Renovierung & Mieterhöhung

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Quelle: Wibbitz/BILD
3:45 Min.

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