Erst der Triumph beim Masters und nun der Sieg bei der PGA Championship in New York? Für Golf-Superstar Tiger Woods scheint nichts unmöglich. Doch neben dem zweiten Major-Titel des Jahres reizt den Tiger noch etwas ganz anderes.

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New York (dpa) – Tiger Woods hat sie alle in den Händen gehalten, die größten und wichtigsten Trophäen im Golfsport.

Das grüne Masters-Jackett, die Claret Jug – die silberne Weinkaraffe für den Sieg bei der British Open -, den Ryder Cup und unzählige mehr. Aber eine reizt den Sportmilliardär ganz besonders: Die olympische Goldmedaille. Diesen Traum will sich der inzwischen 43 Jahre alte US-Amerikaner 2020 in Tokio erfüllen.

«In meinem Alter hat man ja nicht so viele Gelegenheiten dazu», scherzte der aktuelle Masters-Sieger auf der Pressekonferenz der PGA Championship in der Nähe von New York. «Es wäre eine Premiere für mich.» Der Golfsport gab 2016 in Rio de Janeiro nach 112 Jahren Pause sein Comeback auf der olympischen Bühne.

Von diesem Donnerstag an greift Tiger Woods beim zweiten Major-Turnier des Jahres aber erst einmal Jagd nach der Wanamaker Trophy – auch diese riesige, silberne Trophäe hat er schon vier Mal in die Höhe gestemmt. 1999 und 2000 sowie 2006 und 2007 gewann der Superstar die PGA Championship.

Nach seinem triumphalen Comeback-Sieg beim Masters in Augusta vor vier Wochen gehört der in der Vergangenheit von vielen Verletzungen und privaten Problemen gebeutelte Woods auf dem Bethpage Black Course auf Long Island wieder zu den Favoriten. «Ich fühle mich großartig», sagte der 15-malige Major-Champion auf der Pressekonferenz. «Die Trainingseinheiten waren sehr gut. Ich bin schon sehr aufgeregt, auf den Golfplatz zurückzukehren.»

Die ersten beiden Tage bei dem mit elf Millionen Dollar dotierten Turnier wird Woods zusammen mit dem Titelverteidiger Brooks Koepka aus den USA und dem Britsh-Open-Champion Francesco Molinari auf die Runde gehen. «Die Paarung wird für uns alle nur eine Bootsladung Spaß sein», versprach Woods. Schon beim Masters im April lieferte sich dieses Trio einen erbitterten Kampf um den Titel.

Vor allem Koepka muss Woods auf dem enorm schweren Par-70-Kurs, der nur 45 Kilometer von Manhattan entfernt ist, fürchten. Der 29 Jahre alte Modellathlet aus Florida ist derzeit der Mann für die großen Turniere. 2017 gewann er bei der US Open seinen ersten von drei Major-Titeln. Ein Jahr später triumphierte er erneut bei der US Open, und auch bei der PGA Championship war er nicht zu schlagen.

«Ich weiß, Tiger ist zurück, also ist alles ein bisschen anders», sagte Koepka. Ein Großteil der Aufmerksamkeit werde wieder auf Woods liegen. Deshalb müsse er etwas finden, um sich selbst zu motivieren: «Das gewisse Extra, das dich wirklich zu deinem Ziel bringt.» Das Selbstvertrauen des Weltranglisten-Dritten ist kaum zu erschüttern. «Ich denke manchmal, dass die Majors die am einfachsten zu gewinnenden Turniere sind. Die Hälfte der Leute schießt sich raus, und ich weiß, dass ich die meisten schlagen kann.»

Dieses Selbstvertrauen fehlt Martin Kaymer derzeit. Der 34-Jährige aus Mettmann ist bei der PGA Championship als einziger deutscher Golfprofi am Start. Aber zumindest zeigt die Formkurve beim zweimaligen Major-Sieger nach oben. Am vergangenen Sonntag beendete Kaymer das British Masters auf dem geteilten achten Rang. Ein gutes Omen für den Sieger der PGA Championship von 2010.

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