Vor dem ersten Auftritt von Alexander Zverev hat Tennisprofi Jan-Lennard Struff in Stuttgart bereits das Viertelfinale erreicht. Die deutsche Nummer zwei unterstreicht auch auf Rasen seine Topform.

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Stuttgart (dpa) – French-Open-Überraschung Jan-Lennard Struff hat seine exzellente Form bestätigt und erstmals beim Stuttgarter Rasenturnier das Viertelfinale erreicht.

Mit aggressivem Tennis ließ die deutsche Nummer zwei beim 6:2, 6:2 gegen den Serben Miomir Kecmanovic keine Zweifel an seinem Sieg. «Es war ein großartiges Spiel für mich. Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg», sagte Struff nach der nur 58 Minuten dauernden Achtelfinalpartie.

In der Runde der besten acht Spieler trifft der 29-Jährige aus Warstein am Freitag auf den früheren Stuttgart-Sieger Lucas Pouille aus Frankreich oder den an Position drei gesetzten Russen Daniil Medwedew. Ein weiterer Deutscher wird Struff am Donnerstag ins Viertelfinale folgen. Der Weltranglisten-Fünfte Alexander Zverev geht bei seinem ersten Auftritt beim MercedesCup seit vier Jahren als klarer Favorit in das Duell mit dem Qualifikanten Dustin Brown, erwartet bei seiner Rasensaison-Premiere gegen den 34-Jährigen aus Winsen an der Aller aber eine knifflige Aufgabe.

Struff hat sich momentan als deutsche Nummer zwei hinter Spitzenspieler Zverev etabliert. Die Geburt seines Sohnes Henri vor gut zwei Monaten habe ihm einen zusätzlichen Push gegeben, wie er noch auf dem Stuttgarter Center Court erneut erzählte. «Das ist größer als Tennis», sagte er. Auch auf dem Platz fühlt sich der Sauerländer derzeit so wohl wie selten zuvor.

Nachdem Regen den Spielbeginn am dritten Turniertag verzögert hatte, begann auch die Partie des Weltranglisten-38. gegen Kecmanovic mit Verspätung. Struff aber ließ sich davon nicht irritieren und nahm seinem Kontrahenten gleich den Aufschlag ab. Gestärkt von seinem Achtelfinaleinzug bei den French Open in Paris nutzte Struff seine Chancen gegen die Nummer 83 der Welt konsequent und konnte sich in engeren Situationen immer wieder auf seinen Aufschlag verlassen. 15 Asse sind eine ansehnliche Quote.

Der erst 19-jährige Kecmanovic hatte in der ersten Runde überraschend den Augsburger Philipp Kohlschreiber aus dem mit 754.540 Euro dotierten Turnier geworfen. Gegen Struff blieb er ohne Chance. Zwei Siege waren dem Deutschen in Stuttgart zuvor noch nie gelungen. In den vergangenen Jahren hatte der Davis-Cup-Spieler bei fünf Hauptfeld-Teilnahmen nur zweimal insgesamt gewonnen. «Ich habe gesagt, dass ich mit über 30 vielleicht erst mein bestes Tennis erreichen oder spielen werde», hatte Struff zuvor gesagt.

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