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Bischofshofen (dpa) – Das Skisprungstadion ist eingeschneit, die Straßen nach Bischofshofen kaum befahrbar: Dichter und dauerhafter Schneefall haben das Training und die Qualifikation zum letzten Wettkampf der Vierschanzentournee verhindert.

«Ich würde schon sagen, dass das die richtige Entscheidung ist. Bei diesen Bedingungen macht es wenig Sinn», sagte Bundestrainer Werner Schuster. Die DSV-Adler waren am Samstag gar nicht erst zur Paul-Außerleitner-Schanze gefahren, sondern nach ihrer Anreise aus Seefeld im Hotel geblieben.

Dass sich die Absage und die ungewöhnlichen Bedingungen noch auf die Gesamtwertung der Tournee auswirken, glaubt Schuster nicht. «Es ist nicht damit zu rechnen, dass Ryoyu Kobayashi noch strauchelt», sagte der 49-Jährige über die Siegchancen des bislang überragenden Japaners. «Wenn der seine Leistung bringt, wird er die Tournee nach Hause bringen.» Der Zweitplatzierte Markus Eisenbichler liegt umgerechnet bereits rund 26 Meter hinter dem 22 Jahre alten Überflieger, der nach Siegen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck als dritter Springer den Tournee-Grand-Slam schaffen kann.

Das Training und die Quali waren wegen der widrigen Witterung im Pongau zunächst immer wieder verschoben worden. Letztendlich mussten die Zuschauer, die sich durch den dichten Schnee bereits zur Schanze hinaufgekämpft hatten, wieder gehen, ohne einen einzigen Sprung zu sehen. Für die Springer verursacht der Schnee vor allem Probleme beim Anlauf und Aufsprung. Schuster erklärte: «Den Anlauf kann man freiblasen, aber irgendwann bleiben ein paar Krümel hängen. Die besten Springer hätten dann eine ziemliche Schneedecke.»

Am Sonntag soll nun zunächst das Training ab 13.30 Uhr nachgeholt werden. Eine Stunde später ist der Start der Qualifikation geplant, die jedoch bei weiter komplizierten Bedingungen oder Termindruck auch gestrichen werden könnte. Der erste Durchgang soll regulär um 17.00 Uhr beginnen, allerdings ohne K.o.-Duelle. Bereits vor sieben Jahren hatte es in Bischofshofen am Quali-Tag Probleme mit Schneefall gegeben. Damals wurde die Qualifikation nach gut der Hälfte der Skispringer abgebrochen.

«Wir hoffen auf Wetterbesserung bis morgen», sagte Schuster. Zwar ist auch für Sonntag Schneefall vorhergesagt. Dieser soll aber schwächer ausfallen als noch am Samstag und am Nachmittag nachlassen, wie ein Sprecher des Weltverbandes FIS erklärte.

Schuster verordnete seinem Team für den restlichen Tag Regeneration. «Morgen wird das Programm dichter. Wir müssen früher an die Schanze, das wird ein langer Tag», sagte er. «Da muss man hintenraus richtig fit sein.»

Zu den Aussichten seiner Top-Athleten sagte Schuster: «Markus (Eisenbichler) hat keine schlechte Position, ich würde den Stephan (Leyhe) nicht unterschätzen.» Der aktuell Fünfte im Gesamtklassement sei immer besser geworden. «Dann haben wir zwei Eisen im Feuer für einen Podestplatz.»

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