Deutschland und Frankreich planen Kampfjet der Zukunft

Der Kampfjet „Future Combat Air System“ kurz FCAS soll für eine neue Generation von Luftwaffen stehen. Noch gibt es ihn nur als Animation, aber Deutschland und Frankreich planen, das Flugzeug 2040 einzusetzen.

"Future Combat Air System": Eine Video-Animation zeigt den Kampfjet der Zukunft. (Quelle: t-online.de)


Ab 2040 soll ein neues Kampfflugzeug das deutsche und das französische Militär unterstützen – und für eine neue Generation von Luftwaffen stehen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem deutsch-französischen Projekt.

Frankreich und Deutschland wollen ein gemeinsames Projekt angehen: ein neues Kampfflugzeug, das die strategische Unabhängigkeit der Europäischen Union sichern soll – besonders in Hinblick auf die USA. Zur Vertragsunterzeichnung für die Entwicklung des zugehörigen Motors sind Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihre französische Kollegin Florence Parly dabei.

Der neue Kampfjet in einer Computersimulation des Herstellers Airbus: Deutschland und Frankreich gehen einen weiteren Schritt auf dem Weg zum „Future Combat Air System“. (Quelle: Airbus)

Was ist geplant?

Im Beisein von der Leyens und Parlys wollen der Münchner Triebwerkhersteller MTU und der französische Konzern Safran an dessen Sitz in Gennevilliers nordwestlich von Paris eine Absichtserklärung über den Bau des künftigen Kampfjet-Motors unterzeichnen.

Die Federführung bei dem Kampfflugzeug-Projekt haben die Luftfahrtkonzerne Airbus und die französische Dassault Aviation. Sie hatten im vergangenen April auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin eine Absichtserklärung zum Bau eines „Future Combat Air System“ (FCAS) bekannt gegeben.

Was soll der neue Kampfjet leisten?

Das FCAS soll ab dem Jahr 2040 „die derzeitige Generation der Kampfflugzeuge Eurofighter und Rafale ergänzen und letztendlich ersetzen“, wie es in einer Erklärung von Airbus und Dassault heißt. Auch die alternden Tornado-Kampfjets der Bundeswehr sollen ab dann ausgemustert werden. An der Einsatzbereitschaft des in den Achtzigerjahren gebauten Jagdbombers wurden zuletzt Zweifel laut.

Was ist das strategische Ziel?

Berlin und Paris wollen durch das Projekt die strategische Autonomie der Europäischen Union gegenüber Ländern wie den USA sichern. Das Verteidigungsministerium in Berlin nennt das FCAS-Programm „das vom Umfang und technologischen Anspruch her bedeutendste zukünftige Rüstungsprojekt Europas“. Auch andere EU-Länder sollen sich anschließen können.

Zu dem neuen System sollen auch der Eurofighter und das Drohnenprojekt Eurodrohne gehören. Die Projektführung liegt bei Frankreich.

Was ist mit der Verteidigung am Boden?

Parallel entwickeln Berlin und Paris unter deutscher Führung ein Panzerprojekt unter dem Namen „Main Ground Combat System“ (MGCS). Es soll ab Mitte der 2030er-Jahre unter anderem den deutschen Kampfpanzer Leopard 2 ersetzen.

Was planen Deutschland und Frankreich noch?

Beide Länder haben im Aachener Vertrag am 22. Januar eine engere Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik vereinbart. Angestrebt sind erstmals auch gemeinsame Regeln für Rüstungsexporte. Sie sollen bisherige Unstimmigkeiten beenden: Während Deutschland kürzlich etwa einen Exportstopp an Saudi-Arabien verhängt hat, liefert Frankreich weiter Waffen an Riad.

  • Alte Tornados begrenzt einsatzfähig:
  • Aachener Vertrag:
  • Trotz Milliarden-Loch:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben sich darüber hinaus im Grundsatz für eine europäische Armee ausgesprochen.

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