Unionsfraktionschef Brinkhaus will den Klimawandel stärker in den Griff bekommen

Ralph Brinkhaus ist Fraktionschef der Union von CDU und CSU. Auch die Union plant wie fast alle Parteien Maßnahmen, um den Klimawandel stärker in den Griff zu bekommen. (Quelle: dpa)

"Viele sehr, sehr praktische Fragen zu klären": Unionsfraktionschef Brinkhaus will den Klimawandel stärker, aber auch sozial verträglich in den Griff bekommen. (Quelle: dpa)


So schlimm war es nicht mal während der CDU-Spendenaffäre: Die Union sinkt in einer Umfrage auf ein historisches Tief. Die Grünen bauen ihren Vorsprung aus – und sind auch in weiteren Kategorien vorne.

Die Grünen festigen ihren Status als derzeit stärkste Partei in den Umfragen – die Union stürzt weiter ab. Das zeigt das neue „Trendbarometer“ des Instituts Forsa für RTL und n-tv.de. Der Vorsprung der Grünen vor der Union hat sich dort auf drei Prozentpunkte vergrößert.

Die Grünen liegen wie im „Trendbarometer“ nach der Europawahl bei 27 Prozent. Die Union verliert zwei Prozentpunkte und kommt nur noch auf 24 Prozent – laut Forsa ein Rekordtief, das noch unter den Werten aus dem Jahr 2000 liegt, als die CDU tief in der Spendenaffäre um Helmut Kohl steckte.

Die SPD liegt in der Umfrage weiter nur noch bei 12 Prozent, die FDP erneut bei 8 Prozent. Die Linke gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und liegt nun bei 8 Prozent, die AfD gewinnt auch einen Punkt und kommt auf 12 Prozent. Für andere Parteien würden sich derzeit 9 Prozent der Deutschen entscheiden, 18 Prozent sind unentschlossen oder würden nicht wählen. 

Grüne profitieren weiter

Die Grünen hatten erstmals im „Trendbarometer“ in der Woche nach der Europawahl den Spitzenplatz übernommen. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte RTL: „Die Grünen profitieren weiterhin von der höheren Wählermobilisierung, von der Selbstzerfleischung der SPD und vom Versuch der CDU, die Grünen beim Bemühen um den Klimaschutz zu übertrumpfen.“

Dem „Trendbarometer“ zufolge stammen viele der neuen potenziellen Grünen-Wähler aus dem Lager von SPD und Union. 27 Prozent haben demnach zuvor CDU oder CSU gewählt, 34 Prozent SPD und 25 Prozent waren Nichtwähler. Die Zustimmung für die Grünen im Westen ist dabei wesentlich höher als im Osten: In Westdeutschland kommen sie auf 30 Prozent, in Ostdeutschland auf 15 Prozent. 

Auch in Kompetenz- und Kanzlerfrage vorne

Die Deutschen trauen den Grünen aktuell auch am ehesten zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. Sie kommen auf 19 Prozent und damit auf zwei Punkte mehr als in der Umfrage nach der Europawahl. Die Union kommt auf 16 Prozent (minus ein Prozentpunkt), die SPD nur noch auf 2 Prozent.

Wenn die Deutschen die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler direkt wählen könnten, hätte Grünen-Co-Chef Robert Habeck auch bessere Chancen als CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Finanzminister Olaf Scholz von der SPD. Bei der Wahl zwischen Habeck und Kramp-Karrenbauer würden 34 Prozent der Befragten für den Grünen stimmen, 21 für die CDU-Chefin. Bei der Alternative Habeck oder Scholz wäre das Verhältnis 28 zu 23 Prozent für den Grünen. 
 

 
Könnte Kramp-Karrenbauer direkt gegen Scholz antreten, würden sich 28 Prozent für den Finanzminister und nur 19 Prozent für die CDU-Chefin entscheiden. Hier rutscht Kramp-Karrenbauer erstmals unter die 20-Prozent-Marke.

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