Patrick Shanahan: US-Präsident Trump will Verteidigungsminister Mattis früher als bisher geplant austauschen: Trump verkündete, der bisherige stellvertretende Verteidigungsminister Patrick Shanahan werde die Führung des Ressorts übernehmen. (Quelle: dpa)

Sein Vorgänger war ein Vier-Sterne-General. Der neue US-Verteidigungsminister Shanahan ist Manager. Es warten unruhige Zeiten auf den Ex-Boeing-Mann. Ist er für Trump nur eine Notlösung?

Patrick Shanahan ist ein Manager, kein Militär. Der Mann, der ab 1. Januar das US-Verteidigungsministerium führen wird, hat eine lange Karriere als Manager bei Boeing hinter sich. Gut 30 Jahre arbeitete Shanahan für den Luftfahrtkonzern, bevor US-Präsident Donald Trump ihn 2017 zum stellvertretenden Verteidigungsminister machte. Nun rückt der 56-Jährige an die Spitze des Pentagon auf, zumindest geschäftsführend. Laut „Washington Post“ soll Trump langfristig eine andere Besetzung im Sinn haben.

I am pleased to announce that our very talented Deputy Secretary of Defense, Patrick Shanahan, will assume the title of Acting Secretary of Defense starting January 1, 2019. Patrick has a long list of accomplishments while serving as Deputy, & previously Boeing. He will be great!

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) December 23, 2018

Shanahan übernimmt die Leitung des Ministeriums vom bisherigen Ressortchef James Mattis, der vor wenigen Tagen wegen inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten mit Trump seinen Rückzug angekündigt hatte. Mattis, der Vier-Sterne-General, hat eine lange Militärkarriere hinter sich. Bei Shanahan ist das anders: Er ist zwar Sohn eines Vietnam-Veteranen, hat selbst aber keine militärische Vergangenheit. Auch Erfahrung mit Regierungsarbeit und Außenpolitik fehlte ihm vor seinem Wechsel ins Pentagon. Einige beäugten seine Berufung daher kritisch.

„Liebe seines Lebens“

Es heißt, Trump schätze gerade dies: die Managerqualitäten von Shanahan, sein Faible für Vertragsverhandlungen und seine Bemühungen, Abläufe und Strukturen im Ministerium effizienter zu machen.

Shanahan selbst sagte zu seinem Wechsel ins Pentagon nach 30 Jahren Boeing: „Es ist so, wie wenn man sich nach vielen Jahren von seiner Freundin trennt und dann die Liebe seines Lebens trifft.“

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Im Pentagon warten unruhige Zeiten auf ihn. Er muss nun unter anderem den umstrittenen Abzug von US-Soldaten aus Syrien und Afghanistan organisieren – Vorhaben Trumps, die Mattis nicht mittragen wollte.

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