Hacker veröffentlichen Daten von Politikern und Promis: So sehen die Ordner aus

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist betroffen. t-online.de liegen die Daten vor. Wir zeigen, wie so etwas aussieht – natürlich ohne die Daten zu veröffentlichen.

Hacker veröffentlichen Daten von Politikern und Promis: t-online.de zeigt, wie das Material aussieht. (Quelle: t-online.de)


Durch einen Hackerangriff sind persönliche Daten von Hunderten Politikern und Promis ins Netz gelangt. Nun hat die Polizei laut eines Medienberichts einen 19-Jährigen verhört.  

Nach dem groß angelegten Hackerangriff auf Daten von Politikern und Prominenten haben Ermittler nach ARD-Informationen die Wohnung eines Mannes in Heilbronn durchsucht. Der 19-Jährige arbeite im IT-Bereich und werde derzeit als Zeuge in den Verfahren geführt, meldeten das ARD-Politikmagazin „Kontraste“ und das rbb-Inforadio am Montag. Der junge Mann bestätigte die Razzia laut „Kontraste“. Er sei „über mehrere Stunden befragt worden“, sagte er demnach.

Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) hatten dem Bericht zufolge am Sonntagmorgen die Wohnräume und den Hausmüll des Mannes durchsucht und technische Geräte beschlagnahmt. Der 19-Jährige stand nach eigener Aussage in Kontakt mit dem Hacker, der für den Datendiebstahl verantwortlich sein soll.

  • Analyse:

Angesichts des Hackerangriffs zeigte sich Digital-Staatssekretärin Dorothee Bär offen für schärfere Gesetze. „Einen derartigen Angriff müssen wir zum Anlass nehmen, sehr genau auszuloten, ob schon alles getan ist, um eine bestmögliche Datensicherheit zu gewährleisten“, sagte die CSU-Politikerin dem „Handelsblatt“. Geprüft werden müsse auch, „ob Software-Hersteller und Plattformen stärker in die Pflicht genommen werden müssen, um zu mehr Datensicherheit beizutragen“. Ähnlich hatte sich am Wochenende Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) geäußert.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sollte im Laufe des Montags mit dem Präsidenten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, Arne Schönbohm, und BKA-Präsident Holger Münch über den Fall beraten. Politiker von SPD, Grünen und FDP hatten infrage gestellt, ob die Behörde rasch genug reagiert habe. 

Der Diebstahl persönlicher Daten Hunderter deutscher Politiker und Prominenter, darunter zahlreiche Handynummern, und deren Veröffentlichung im Internet war am Freitag öffentlich bekannt geworden. Links zu den Datensätzen wurden über einen mittlerweile gesperrten Account im Kurzbotschaftendienst Twitter verbreitet.

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