Macron richtet mahnende Worte an Donald Trump

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat beim Gedenken an den D-Day die Verbundenheit seines Landes mit den USA beschworen. Auch der US-amerikanischen Präsident Donald Trump nahm an den Feierlichkeiten in der Normandie teil. (Quelle: t-online.de)

"Kern des Versprechens der Normandie wiederfinden": Emmanuel Macron richtet beim Gedenken an den D-Day mahnende Worte an Donald Trump. (Quelle: t-online.de)


Am 75. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie hat Frankreichs Präsident Macron die USA aufgerufen, dem Geist des D-Day gerecht zu werden. Er richtete mahnende Worte an Donald Trump.

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat beim Gedenken an den D-Day die Verbundenheit seines Landes mit den USA beschworen. „Es lebe die Freundschaft zwischen unseren beiden Nationen“, rief der 41-Jährige  auf dem US-Militärfriedhof Colleville-sur-Mer bei Bayeux. An der Zeremonie mit rund 12.000 Besuchern nahm auch sein US-Amtskollege Donald Trump teil.

„Erbschaft des Friedens“

Macron erinnerte in einer emotionalen Rede an die Opfer Zehntausender Soldaten, die am 6. Juni 1944 in der Normandie an Land gegangenen waren. Dies sei eine Erbschaft des Friedens, die bewahrt werden müsse. Er erinnerte an die „Allianz der freien Völker“, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinten Nationen (UN) und die Nato gegründet hätten.

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Sie kamen aus der Luft und zu Wasser – und trugen maßgeblich zum Ende des Dritten Reiches bei: 75 Jahre ist es her, dass alliierte Soldaten in der Normandie landeten. mehr

Macron wandte sich mehrere Male persönlich an Trump. Er sagte in seiner Rede, die als Kritik an Trumps Politik des „America First“ verstanden wurde: „Wir müssen den Kern des Versprechens der Normandie wiederfinden.“ Amerika sei niemals größer gewesen als (in der Zeit), als es sich für die Freiheit anderer geschlagen habe. „Wir dürfen niemals aufhören, das Bündnis der freien Völker mit Leben zu erfüllen“, sagte Macron. Sein Verhältnis zu Trump gilt als kühl – auch weil der unberechenbare US-Präsident sein Land aus internationalen Abkommen zurückzog.

„Ihr gehört zu den Größten, die jemals gelebt haben“

Trump sprach in seiner Rede von der „unverwüstlichen“ Einigkeit der Verbündeten. Sie sei „in der Hitze des Kampfes geschmiedet, in den Prüfungen des Kriegs getestet und mit den Segnungen des Friedens bewiesen“ worden, betonte er. Trump nannte die US-Veteranen „den Stolz unseres Landes“. Er rief den früheren Soldaten zu: „Ihr gehört zu den Größten, die jemals gelebt haben.“

Emmanuel Macron und Donald Trump bei der D-Day-Feier in der Normandie: Macron sagte in seiner Rede, die als Mahnung an Trump verstanden wurde: „Wir müssen den Kern des Versprechens der Normandie wiederfinden.“ (Quelle: Ian Langsdon//dpa)

Trump und Macron dankten den früheren Soldaten für ihren Mut im Kampf gegen Hitler-Deutschland. Beide Staatschefs applaudierten rund 160 Veteranen, die zur Gedenkfeier in Colleville-sur-Mer gekommen waren. Sie schüttelten zahlreichen der hoch betagten Männer die Hände, die zum Teil in Rollstühlen an der Zeremonie teilnahmen.


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Macron betonte in seiner Ansprache, Frankreich werde nie vergessen, wem es seine Freiheit verdanke. „Ich sage danke“, sagte er an die Veteranen gerichtet. Die Landung der Alliierten in der Normandie 1944 habe „das Schicksal Europas und der Welt verändert“. Macron nahm anschließend fünf Soldaten in die Ehrenlegion auf.

  • Politiker und ihre Handys:

Die Soldaten der Alliierten waren vor genau 75 Jahren an den Stränden der Normandie gelandet. Der Friedhof mit 9.380 Soldatengräbern liegt in unmittelbarer Nähe des US-Landebereiches Omaha Beach. Macron zeichnete fünf US-Veteranen mit dem Orden der Ehrenlegion aus.

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